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Frau sitzt am Nachmittag mit Tee und rosé Decke in einer hellen Altbauwohnung am Fenster

Herbstblues und Winterblues: was du tun kannst

von Shift Ur Mood Team, , 15 Min. Lesezeit

Es ist 16 Uhr, draußen wird es dunkel, und deine Energie ist weg. Das ist kein Charakterfehler. Bei Herbstblues und Winterblues gilt Lichtmangel laut Techniker Krankenkasse als Auslöser. Hier steht, was Studien zu Schlaf, Bewegung und Winter-Denken zeigen und was du davon morgen ausprobieren kannst. Wo die Studienlage dünn ist, sagen wir das dazu.

Kurz gesagt

Herbstblues und Winterblues sind Alltagsbegriffe für ein Stimmungstief in der dunklen Jahreszeit. Tageslicht, regelmäßiger Schlaf, Bewegung und Verabredungen sind einen Versuch wert. Hält das Tief zwei Wochen oder länger an, lass es ärztlich abklären.

Eine Frau sitzt in eine graubeige Strickdecke gehüllt auf dem Sofa und hält eine Tasse in beiden Händen. Sie schaut aus dem Fenster auf Herbstbäume. Im Vordergrund lehnt eine geschlossene Be-Happy-Schachtel in Rosé an drei Büchern auf einem runden Holztisch.
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Was sind Herbstblues und Winterblues?

Herbstblues, Winterblues und Herbstmüdigkeit sind Alltagsbegriffe für ein Stimmungstief in der dunklen Jahreszeit. Typisch sind Müdigkeit, wenig Antrieb und mehr Lust auf Süßes. Laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe schlagen trübes Wetter und dunkle Herbstnachmittage bei vielen Menschen auf die Stimmung. Daraus muss keine depressive Erkrankung werden.

Als Auslöser nennt die Techniker Krankenkasse Lichtmangel. Fällt weniger Tageslicht ins Auge, bildet der Körper mehr Melatonin. Dieses Hormon bereitet auf den Schlaf vor und macht müde und antriebsarm.

Herbstblues Symptome und Winterblues Symptome: woran du sie erkennst

Typisch sind anhaltende Müdigkeit, wenig Antrieb, mehr Appetit auf Süßes, schnelle Gereiztheit und Rückzug. Die Techniker Krankenkasse beschreibt diese Zeichen für die Winterdepression. Das Folgende ist unsere Einschätzung, keine Aussage der TK: Ein Stimmungstief im Herbst kann sich ähnlich anfühlen, nur schwächer. Einzeln sind die Zeichen normal, zusammen können sie auf ein Tief hindeuten.

  • Du bist schon nach dem Aufwachen müde und hast auch tagsüber wenig Antrieb.
  • Du hast mehr Appetit auf Süßes und Kohlenhydrate.
  • Du bist schneller gereizt oder genervt.
  • Du triffst seltener Freunde und ziehst dich zurück.

Die Liste folgt den Zeichen, die die Techniker Krankenkasse beschreibt. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Herbstblues oder Depression: Wo ist die Grenze?

Ein Stimmungstief ist noch keine Depression. Laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe wird eine Depression diagnostiziert, wenn über zwei Wochen oder länger mindestens fünf Symptome vorliegen, darunter ein Hauptsymptom. Betroffene sind je nach Schweregrad in Schule, Beruf und Privatleben eingeschränkt. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt.

Geh zur Hausärztin oder zum Hausarzt, wenn:

  • die gedrückte Stimmung zwei Wochen oder länger anhält,
  • du dich an fast nichts mehr freuen kannst,
  • du deinen Alltag nicht mehr schaffst,
  • das Tief jeden Herbst wiederkommt.

Du suchst nach „Herbstdepression“? Fachleute sprechen von saisonal bedingter Depression, auch Winterdepression genannt. Sie liegt vor, wenn die Symptome einer depressiven Episode ausschließlich und wiederholt im Herbst und Winter auftreten (Depressionshilfe). Typisch sind dann Heißhunger statt Appetitverlust und mehr Schlaf statt Schlafstörungen. Die Mehrzahl der depressiven Erkrankungen im Winter ist laut Depressionshilfe keine Winterdepression. Viele Betroffene erleben auch in anderen Jahreszeiten depressive Episoden.

Wenn es dir sehr schlecht geht: Bei Gedanken an Suizid wähle sofort den Notruf 112. Die TelefonSeelsorge erreichst du kostenlos und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Fragen rund um Depression beantwortet das Info-Telefon der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unter 0800 33 44 533.

Was Studien über Winter und Stimmung sagen

Zwei Auswertungen helfen beim Einordnen. Die erste zeigt, wie häufig saisonale Depressionen vorkommen (per Fragebogen erfasst) und was der Wohnort damit zu tun hat. Die zweite prüft, ob sich im Gehirn gesunder Menschen im Winter etwas verändert. Auf den Herbstblues lassen sich beide nur vorsichtig übertragen.

Wie häufig ist das?

Eine Auswertung von 24 Studien mit 32.866 Menschen (Kim et al., 2025) fand im Schnitt bei 5 Prozent eine saisonale Depression. Bei 9,4 Prozent war es eine leichtere Form. Alle Studien nutzten denselben Fragebogen. Je weiter nördlich die Studien stattfanden, desto höher waren die Anteile. Der Wohnort hängt also mit der Häufigkeit zusammen. Eine Ursache zeigt das nicht.

Verändert sich im Winter das Serotonin-System?

In der Forschung gilt die These, dass der Serotonin-Transporter im Gehirn im Winter erhöht ist. Eine Auswertung von sieben Bildgebungsstudien (Pak, 2026) verglich Sommer und Winter bei gesunden Menschen. Im Schnitt fand sie keinen bedeutsamen Unterschied. Nur Studien mit unterschiedlichen Personen sahen im Winter höhere Werte, Studien mit denselben Personen nicht. Die Auswertung deutet einen erhöhten Wert im Winter als mögliche Anfälligkeit für saisonale Depression, nicht als normalen Jahresrhythmus.

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Winterblues was tun? Vier Bausteine aus der Forschung

Vier Gewohnheiten werden in Studien mit weniger depressiven Symptomen in Verbindung gebracht: regelmäßiger Schlaf, Bewegung, ein flexiblerer Blick auf den Winter und dunkle Nächte. Die Studien betreffen meist das Risiko für eine Depression, nicht den Herbstblues selbst. Wir übertragen sie sinngemäß. Für das Tief im Herbst selbst sagen sie nichts Sicheres.

Frau streckt sich morgens auf der Bettkante

01 Regelmäßig schlafen statt nur lange schlafen

Eine Studie mit 79.666 Menschen (Li et al., Psychological Medicine, 2025) maß den Schlaf eine Woche lang mit einem Armbandsensor. Die Teilnehmenden hatten zu Beginn keine Depression und wurden im Mittel 7,5 Jahre begleitet. Regelmäßige Schläfer erkrankten um 38 Prozent seltener an einer Depression als unregelmäßige Schläfer. Unregelmäßige Schläfer hatten auch dann ein erhöhtes Risiko, wenn sie sieben bis neun Stunden schliefen. Das zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache. Du kannst ihn aber leicht selbst testen.

  • Schlaf: 38 Prozent geringeres Risiko für eine neue Depression bei regelmäßigem Rhythmus, im Vergleich zu unregelmäßigem Schlaf. Beobachtungsstudie mit 79.666 Menschen, 7,5 Jahre Verlauf.

Das machst du morgen: Steh zur gleichen Zeit auf, auch am Sonntag. Teste das eine Woche lang.

02 Bewegung: weniger Perfektion, mehr Gemeinsamkeit

Eine Übersicht über 63 Übersichtsarbeiten mit knapp 80.000 Menschen (Munro et al., British Journal of Sports Medicine, 2026) wertete Studien aus. Darin bekamen Menschen ohne chronische körperliche Erkrankung zufällig Bewegung oder keine Bewegung. Bewegung verringerte depressive Symptome im Schnitt (mittelstarker Effekt). Die Verringerung war größer, wenn die Bewegung in der Gruppe oder mit Anleitung stattfand.

Es zählt auch die Summe. In einer Studie mit 84.570 Menschen (Liu et al., 2025) lag das Depressionsrisiko um 28 Prozent niedriger. Das galt für 150 Minuten Bewegung an ein oder zwei Tagen, verglichen mit weniger als 150 Minuten pro Woche. Bei gleichmäßiger Verteilung über die Woche waren es 26 Prozent. Ab 7.000 Schritten am Tag lag das Risiko um 31 Prozent niedriger als bei weniger Schritten (Bizzozero-Peroni et al., JAMA Network Open, 2024). Das Ergebnis stammt aus den prospektiven Kohortenstudien dieser Auswertung von 33 Studien.

  • Bewegung: 31 Prozent niedrigeres Depressionsrisiko ab 7.000 Schritten am Tag, im Vergleich zu weniger als 7.000 Schritten. Ergebnis aus den prospektiven Kohortenstudien einer Auswertung von 33 Studien mit 96.173 Erwachsenen. Zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache.

Das machst du morgen: Geh mit einer Freundin oder einem Freund spazieren. Bewegung und Verabredung passen in eine Stunde.

Zwei Freundinnen mit Kaffee beim Herbstspaziergang im Park
Hände mit Stift über einem leeren Notizbuch am Fenster

03 Dein Winterbild lässt sich trainieren

In einer US-Studie mit 177 Erwachsenen mit saisonaler Depression verglich man sechs Wochen Lichttherapie mit sechs Wochen Verhaltenstherapie, die auf den Winter zugeschnitten war. Beide wirkten zunächst ähnlich gut (Rohan et al., 2015). Zwei Winter später hatten nach der Verhaltenstherapie 27 Prozent einen Rückfall, nach der Lichttherapie 46 Prozent (Rohan et al., 2016). Als Grund gilt, dass die Teilnehmenden ihre Gedanken über Winter, Licht und Wetter flexibler sehen lernten (Rohan et al., Behavior Therapy, 2023). Ein Beispiel für so einen Gedanken: „Der Winter ruiniert mich.“ Die Studie betraf eine diagnostizierte saisonale Depression. Die Idee kannst du trotzdem ausprobieren.

  • Winter-Denken: 27 Prozent Rückfälle zwei Winter nach einer winterspezifischen Verhaltenstherapie, gegenüber 46 Prozent nach Lichttherapie. Zufällig zugeteilte Gruppen, 177 Menschen mit diagnostizierter saisonaler Depression.

Das machst du morgen: Schreib einen Winter-Gedanken auf, der dich belastet. Formuliere ihn so um, dass er auch andere Seiten zeigt.

04 Dunkel schlafen

Eine Auswertung von 19 Studien mit 556.861 Menschen (Deprato et al., Science of the Total Environment, 2025) verglich viel und wenig Licht in der Nacht. Viel Licht hing mit einer um 18 Prozent höheren Chance zusammen, dass eine Depression vorlag. Direkt am Bett gemessenes Licht zeigte den stärksten Zusammenhang. Bei neu auftretenden Depressionen war der Zusammenhang nicht eindeutig. Mehr als ein Hinweis ist das nicht. Du kannst ihn trotzdem leicht prüfen: tagsüber hell, nachts dunkel.

  • Nachtlicht: 18 Prozent höhere Chance auf eine bestehende Depression bei viel Licht in der Nacht, im Vergleich zu wenig Licht. Auswertung von 19 Studien mit 556.861 Menschen.

Das machst du morgen: Zieh den Vorhang zu, leg das Handy weg vom Bett und klebe Standby-Lichter ab.

Frau zieht abends im Schlafzimmer die Vorhänge zu

Sieben kleine Rituale gegen Herbstmüdigkeit

Gegen Herbstmüdigkeit brauchst du kein großes Programm. Die sieben Rituale unten sind Vorschläge aus dem Alltag. Einige stützen sich auf die Hinweise der Techniker Krankenkasse. Die meisten dauern nur wenige Minuten. Du brauchst dafür weder Ausrüstung noch Vorbereitung und auch keinen festen Termin.

  1. Raus am Vormittag. Geh 30 Minuten nach draußen, bevor der Tag dich festhält. Die TK nennt mindestens eine Stunde täglich als Ideal. Laut TK kann schon ein kleiner Spaziergang helfen.
  2. Mittagspause im Freien. Iss nicht am Schreibtisch, sondern geh einmal um den Block. Die TK nennt den Spaziergang in der Mittagspause ausdrücklich.
  3. Platz am Fenster. Stell Schreibtisch oder Frühstückstisch ans Fenster. Auch die TK rät zu einem Platz am Fenster.
  4. Feste Aufstehzeit. Steh auch am Wochenende ungefähr zur gleichen Zeit auf. Baustein 01 zeigt, warum das einen Versuch wert ist.
  5. Eine Verabredung pro Woche. Ein Spaziergang, ein Essen oder ein Telefonat, fest im Kalender statt „mal schauen“. Die TK zählt Treffen mit anderen zu den Dingen, die guttun.
  6. Eine kleine Aufgabe statt der ganzen Liste. Stell einen Timer auf zehn Minuten, mach eine Sache, dann ist Schluss.
  7. Ein Signal für den Abend. Ein fester Ablauf gibt dem Abend einen Anfang. Mehr dazu weiter unten.

Such dir zwei oder drei aus und fang morgen an.

Tageslicht und Lampe gegen den Winterblues

Tageslicht draußen ist eine einfache Lichtquelle. Laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe reicht bei saisonaler Depression meist ein täglicher ausgedehnter Spaziergang bei Tageslicht. Selbst an trüben Tagen entspricht das Licht draußen dort in etwa dem einer Therapielampe. Bei einer schweren saisonalen Depression reicht Licht laut Depressionshilfe in der Regel nicht aus, dann braucht es ärztliche Behandlung. Die Techniker Krankenkasse nennt mindestens eine Stunde täglich als Ideal.

Tageslichtlampen mit etwa 10.000 Lux setzt man laut TK täglich ein, am besten morgens und etwa eine halbe Stunde. Auch in der Studie von Rohan et al. (2015) lief die Lichttherapie mit 10.000 Lux, zunächst 30 Minuten am Morgen. Kläre die Nutzung vorher ärztlich ab, vor allem bei Haut- oder Augenerkrankungen und bei Lichtempfindlichkeit. Ein Solarium hat laut TK keinen therapeutischen Effekt.

Zuhause geht es weniger um Therapie als um Gemütlichkeit. Diese Dinge lassen sich einfach umsetzen:

  • Tagsüber Vorhänge ganz auf, Fensterbänke frei räumen.
  • Am Abend mehrere kleine Lichtquellen statt einer Deckenlampe.
  • Eine Lampe mit Zeitschaltuhr, die angeht, bevor du nach Hause kommst.
  • Eine Decke, die immer am selben Platz liegt.

Mehr Ideen für dunkle Abende findest du in der Rubrik Abend & Schlaf. Weitere Texte für gute Stimmung stehen in der Rubrik Gute Laune.

Frau mit Kaffee an der offenen Balkontür im Morgenlicht
Auf einem hellen Holzsideboard lehnt eine geschlossene Be-Happy-Schachtel in Rosé an zwei Büchern. Daneben eine Vase mit Eukalyptuszweigen und eine große Keramiktasse. Rechts greift eine Hand nach der Zugkette einer eingeschalteten Stehlampe, dahinter ein Fenster im Abendlicht.

Was tun, wenn es um 16 Uhr dunkel wird?

Plane die dunkle Stunde ein, statt sie auf dem Sofa mit dem Handy verschwinden zu lassen. Ein fester Ablauf gibt dem Abend einen Anfang und eine Form. Er muss nicht lang sein. Das Beispiel unten dauert etwa 30 Minuten und besteht aus fünf kleinen Schritten, die du nach Lust und Zeit anpassen kannst.

So kann ein Abend-Ritual aussehen:

  1. Nach Hause kommen, Licht an, Jacke aus.
  2. Einen Tee kochen oder etwas Warmes essen.
  3. Ein Signal setzen: Musik, ein Duft oder eine bestimmte Lampe.
  4. Eine Sache tun, die dir guttut: lesen, dehnen, kochen oder telefonieren.
  5. Eine Stunde vor dem Schlafen die Bildschirme weglegen.

Wie ein ganzer Abend bis zum Einschlafen aussehen kann, steht in unserer Abendroutine für Erwachsene.

Kann ein Duft gegen den Winterblues helfen?

Nicht als Heilmittel, aber vielleicht als Signal. Herz (2009) wertete 18 Studien aus und fand glaubwürdige Belege, dass Düfte Stimmung, Körper und Verhalten beeinflussen können. Die Übersicht hält eine psychologische Erklärung für umfassender als eine pharmakologische. Die Übersicht betrifft Düfte allgemein und sagt nichts über ein bestimmtes Produkt.

Daraus folgt eine Idee, kein Studienergebnis: Wer denselben Duft immer im selben Moment nutzt, kann ihn mit diesem Moment verknüpfen. Dann wird die Stunde, in der es dunkel wird, zu einem festen Punkt im Tag. Das ist unsere Überlegung, die Studie hat sie nicht geprüft. Drei Schritte reichen dafür.

  1. Licht tanken. Geh raus, solange es hell ist, auch an grauen Tagen. Jede Runde zählt.
  2. Das Signal setzen. Wenn es dunkel wird: Lampe an, Fenster kurz auf, Stäbchen an. Immer derselbe Duft, immer im selben Moment. Stell das Stäbchen in einen feuerfesten Halter und lass es nie unbeaufsichtigt brennen.
  3. Einen Satz notieren. Schreib auf, was heute gut war, auch wenn es klein ist. Das passt zu Baustein 03, in dem es um flexiblere Winter-Gedanken geht.
Eine Frau in cremefarbener Strickjacke sitzt an einem runden Holztisch und schaut lächelnd auf eine geschlossene Be-Happy-Schachtel in Rosé, die vor ihr flach auf dem Tisch liegt. Hinter ihr ein Fenster mit gelbem Herbstlaub und ein Sofa.

Die Stäbchen werden in einer Familienmanufaktur in Indien von Hand gerollt. Wir lagern und versenden sie in Berlin.

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Noch unsicher, welcher Duft zu deiner Stunde passt? Der Mood Compass enthält alle acht Düfte und einen handgefertigten Halter, so kannst du in Ruhe vergleichen.

Ein Wochenplan für die dunkle Jahreszeit

Der Plan unten fasst die Bausteine und Rituale in einer Woche zusammen. Er passt in einen normalen Arbeitsalltag. Die Zeiten sind Vorschläge, keine Vorgaben. Streich, was nicht passt, und behalte, was dir leichtfällt. Fang mit einer Zeile an und füge jede Woche eine hinzu.

Wann Was Dauer
Jeden Morgen Vorhänge auf, Frühstück am Fenster 10 Minuten
Jeden Vormittag oder Mittag Spaziergang draußen, bei jedem Wetter 30 bis 60 Minuten
Zweimal pro Woche Bewegung, die dir Spaß macht: Rad, Schwimmen, Yoga, Tanzen 30 Minuten
Einmal pro Woche Eine feste Verabredung mit Menschen, die dir guttun offen
Jeden Abend Dein Abend-Ritual mit festem Signal 30 Minuten
Am Wochenende Ein längerer Gang draußen am Vormittag 1 bis 2 Stunden

Was hilft bei Herbstblues und Winterblues? Das Wichtigste in sechs Sätzen

Diese sechs Sätze fassen zusammen, was du aus den Studien und aus diesem Artikel mitnehmen kannst. Es sind Vorschläge zum Ausprobieren, keine Behandlung. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Such dir den Punkt aus, der am besten in deinen Alltag passt. Zu jedem Punkt findest du weiter oben die Begründung und die Quelle.

  • Steh jeden Tag zur gleichen Zeit auf. Regelmäßiger Schlaf hing in einer großen Studie mit weniger Depressionen zusammen.
  • Geh raus, solange es hell ist, am besten mit jemandem, den du magst.
  • Beweg dich so, wie es in deine Woche passt. Auch ein oder zwei aktive Tage zählten in einer Studie.
  • Schreib einen Winter-Gedanken auf und formuliere ihn um.
  • Schlaf dunkel: Vorhang zu, Handy weg vom Bett.
  • Setz dir ein Signal für die Stunde, in der es dunkel wird: Lampe an, Duft an.

Hält das Tief zwei Wochen oder länger an, sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

Du musst den Winter nicht gut finden. Du musst ihn nur nicht allein im Dunkeln aussitzen.

Liebe Grüße
dein Shift Ur Mood Team

Das Shift Ur Mood Team schreibt im Mood Journal über Duft, Routinen und Stimmung. Die Quellen stehen am Ende des Artikels. Stand: 29.10.2026.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Räucherstäbchen sind kein medizinisches Produkt und behandeln keine Krankheiten. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit hol dir ärztliche Hilfe.

Häufige Fragen

Hier stehen sieben Fragen, die rund um Herbstblues und Winterblues oft gestellt werden. Die Antworten nennen, wo es möglich ist, die Studie oder die Quelle dahinter, damit du sie nachprüfen kannst. Bei Beschwerden, die länger anhalten, ersetzt kein Artikel den Besuch in der Praxis.

Was hilft schnell gegen Herbstblues?

Raus ins Tageslicht, auch bei Wolken, und dich dabei bewegen. Laut TK kann schon ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause helfen. Ein Treffen oder Telefonat mit einem Menschen, den du magst, passt gut dazu.

Wie lange dauert der Herbstblues?

Eine feste Dauer nennen unsere Quellen nicht. Die TK schreibt, dass eine saisonale Depression mit der hellen Jahreszeit von selbst verschwindet, eine nicht saisonale dagegen nicht. Abwarten ist trotzdem kein guter Plan: Hält deine gedrückte Stimmung zwei Wochen oder länger an, lass sie ärztlich abklären.

Kann man Herbstblues vorbeugen?

Sicher verhindern lässt er sich nicht. Studien zu Schlaf, Bewegung und Nachtlicht zeigen Zusammenhänge mit weniger Depressionen, für den Herbstblues selbst ist die Lage offen. Ein Versuch lohnt sich trotzdem: feste Aufstehzeit, Tageslicht, Bewegung und ein dunkles Schlafzimmer.

Hilft Licht gegen den Winterblues?

Tageslicht gilt laut TK als Auslöser und als Ansatzpunkt zugleich. Bei saisonaler Depression reicht laut Depressionshilfe meist ein täglicher ausgedehnter Spaziergang. Tageslichtlampen mit etwa 10.000 Lux nennt die TK als Alternative. Kläre ihre Nutzung vorher ärztlich ab. Bei schwerer saisonaler Depression reicht Licht in der Regel nicht aus, dann ist ärztliche Behandlung nötig.

Wann ist es mehr als ein Herbstblues?

Wenn die gedrückte Stimmung zwei Wochen oder länger anhält, du dich an kaum etwas freuen kannst oder deinen Alltag nicht mehr schaffst. Dann sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Bei Suizidgedanken wähle sofort 112.

Kann ein Duft gegen den Winterblues helfen?

Nicht als Heilmittel. Ein Duft kann aber zum festen Signal werden, wenn du ihn immer im selben Moment nutzt, etwa wenn es draußen dunkel wird. Das ist unsere Überlegung, keine nachgewiesene Wirkung. Die Studienlage dazu steht im Abschnitt über Düfte weiter oben.

Was muss ich beim Räuchern beachten?

Nutze Räucherstäbchen nur in gut belüfteten Räumen, in einem feuerfesten Halter und nie unbeaufsichtigt. Atme den Rauch nicht direkt ein und lüfte danach gründlich. Halte Kinder und Haustiere fern. Im Mood Compass Duft Set ist ein handgefertigter Halter dabei. Bei Asthma, einer Atemwegserkrankung, empfindlichen Atemwegen oder Schwangerschaft raten unsere Produktseiten zu ärztlichem Rat vor der Anwendung. Alle Regeln stehen auf unserer Seite Sicherheitshinweise.

Die Studien zur Gesundheit beim Räuchern fasst unser Artikel Sind Räucherstäbchen ungesund? zusammen.

Quellen: Techniker Krankenkasse, Herbst- und Winterblues, Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Was ist eine Depression, Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Winterdepression, Herz (2009), Aromatherapie und Stimmung, Kim et al. (2025), Häufigkeit nach Breitengrad, Pak (2026), Serotonin-Transporter, Li et al. (2025), Schlaf-Regelmäßigkeit, Munro et al. (2026), Bewegung, Liu et al. (2025), Wochenend-Aktivität, Bizzozero-Peroni et al. (2024), Schritte, Rohan et al. (2015), Rohan et al. (2016), Rohan et al. (2023), Winter-Überzeugungen, Deprato et al. (2025), Licht in der Nacht