Jahrelanger, permanenter Stress, die erdrückende Last von Panikattacken und lähmende Angstzustände, diese tiefen Schattenseiten des Daseins sind mir zutiefst vertraut. Nach Phasen intensiver beruflicher Anstrengung und tiefgreifender persönlicher Enttäuschungen schien das Gefühl des Wohlbefindens gänzlich abhandengekommen. Die innere Balance war zerbrochen. Zuvor hatte ich bereits einen sehr geliebten Menschen auf tragische Weise verloren, ein Schmerz, der tief in mir nachhallte.
Alles nahm seinen Anfang am XX.XX.XXXX während einer Nachtschicht als Selbstständiger, um 01:30 Uhr. Über Jahre hinweg hatte ich monatlich bis zu 260 Stunden meinem beruflichen Erfolg gewidmet. Kurz zuvor sah ich mich gezwungen, die langjährige, vertraute Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Mitarbeiter und Weggefährten zu beenden. Dessen Verhaltensweisen, ein respektloser Umgang mit Menschen, sowohl im beruflichen Umfeld als auch im Privaten, der fundamental mit meinem moralischen Kompass kollidierte, der Versuch, meine Position zu untergraben und im privaten Umfeld gezielt Schwierigkeiten zu initiieren, um mich menschlich zu zermürben, trafen mich mit voller Wucht. Eine derartige Form der Enttäuschung, die ich bis dahin lediglich aus trivialen Fernsehproduktionen kannte, traf mich mit voller Wucht. Diese existenzielle Erschütterung, kombiniert mit dem chronischen Schlafmangel der Nachtschichten und der immensen Arbeitsbelastung, kulminierte am XX.XX.XXXX in einem Notfalleinsatz: Ich wurde mit Verdacht auf einen Herzinfarkt in die Notaufnahme eingeliefert. Die umfassenden Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich um eine Panikattacke handelte, ein derart traumatisches Erlebnis, das mich über einen langen Zeitraum hinweg mit anhaltenden Angststörungen konfrontierte. Es war ein Augenblick, der alles veränderte.